Ralf Scherer / chronische Muskelbeschwerden

Mit 27 Jahren, leider zu spät, kam ich 1991 zu SV Saar 05 Saarbrücken. Ich hatte den Ruf des ewigen Talents und galt als besonders lauffaul. Hier lernte ich das recabic-Training kennen. Was mir zuerst wie Kinderkram vorkam, entpuppte sich schon bald als wahrer Segen und führte zu einer für mich unbekannten Leistungsstabilisierung. Meine zuvor über Jahre hin chronisch verletzungsanfällige Oberschenkelmuskulatur ließ mich nicht mehr im Stich und nach 6 Wochen täglichem recabic-Training (15-20 Minuten) konnte ich nun zusätzliche Laufübungen problemlos durchstehen und dadurch im Spiel viel besser durchhalten. Das war früher anders, weil ich zu schnell „sauer“ wurde. Obgleich ich weiter dieselben Übungen und Spielformen im Trainings absolvierte, war ich bedeutend beweglicher und ich wunderte mich nur noch über meine gute Puste.  

Vom Spötter zum Bewunderer


Was mich vom anfänglichen Spötter zum späteren Bewunderer gemacht hat, ist schnell zusammengefasst.
Bereits in der Jugend war ich ein Anhänger von „kräftigen Muskeln.“ Die verliehen mir schon früh, auch im Fußball, eine enorme power. Training mit Kurz- und Langhanteln gehört schon in der Jugend zu meinen täglichen Pflichtübungen. So war es kein Wunder, dass ich bereits 1981 mit 17 Jahren einen Vertrag beim Regionalligisten SV Elversberg bekam. Für einen Gymnasiasten war das „viele Geld“ und ein Auto eine tolle Sache.     
Was ich damals nicht ahnen konnte, und worauf mich auch später kein Trainer und kein Mediziner jemals aufmerksam gemacht hat, war der Umstand, dass meine ausgeprägte  Kraftarbeit für einen Fußballspieler, zumindest in meinem Fall, große Nachteile hatte: u. a. Verlust der Geschmeidigkeit, rasche Ermüdung und hohe Verletzungsanfälligkeit.
Durch recabic-Training lernte ich, dass nicht starke Muskeln vor Verletzungen schützen, sondern andere Qualitäten, die weniger mit Kraft zu tun haben. Und diese Qualitäten kann man mit dem Programm wunderbar fördern.   
Dass das Programm in der Fußballpraxis tatsächlich so einzigartig funktioniert, steht für mich außer Frage. Einige meiner damaligen Kollegen von Saar 05 Saarbrücken lieferten beste Beispiele. Die hatten teilweise noch ganz andere Verletzungsprobleme und Leistungsdefizite als ich und haben sich, nachdem sie die Übungen systematisch in den Trainingsablauf eingebaut haben, auf einem höheren Leistungsniveau kontinuierlich weiterentwickelt.
Und noch was scheint mir sehr bemerkenswert. Von den fünf stark verletzungsanfälligen Spielern der damaligen Truppe sind vier recabic-Trainer geworden. Ich bin einer davon.
Und vier sind heute noch extrem fit. Der Fünfte tut nichts, entsprechend ist seine  Fitness.  
Eine schwere Knieverletzung (Meniskus und Bänder), die ich mir 1995 zugezogen habe, sollte damals unbedingt operiert werden. Hab ich nicht machen lassen. Dennoch spiele ich heute, mit 44 Jahren in der Traditionsmannschaft des 1. FC Saarbrücken. Topfit, beweglich und immer noch sehr gut unterwegs.    

Ralf Scherer, Heusweiler 2008
Elektrotechniker
recabic-Trainer