Eine vergessene Kultur inspiriert moderne Menschen

1978 hatte ich als Leistungssportler, Sportlehrer und Trainer bereits umfangreiche Erfahrungen in unterschiedlichen Sportarten gesammelt. Meine erste Begegnung mit den „Schwingenden Zweigen“ war zunächst distanziert. Als ehemaliger Gewichtheber hatte ich beim Training ein völlig anderes Körpergefühl, als jenes, das mir eine geschwungene Metall-Feder beim Zusammendrücken vermitteln konnte. Wer früher das Stemmen schwerer Gewichte übte, war beim Training mit einem Sportgerät, das sich „federleicht“ bewältigen ließ, zunächst ratlos.

„Was soll das?“, war mein erster Gedanke.

Von fernöstlicher Bewegungskultur hatte ich keine Ahnung. Für mich zählten die wettkampf- und konkurrenzbetonten westlichen Sportarten, hartes Training und Schweiß.

Die Leichtigkeit der Bewegung

Zum Glück übte ich dennoch weiter. Nach wenigen Tagen war ich erstaunt und nach einigen Wochen verblüfft. Wie war es möglich, dass ich mit einem solch geringen Aufwand so schnell eine so wohltuende Spannkraft und tiefere Atmung verspürte? Nun wollte ich unbedingt wissen, was mit diesen „Schwingenden Zweigen“ alles möglich war. Die Berichte engagierter Ärzte und Professoren aus den 1950er und 1960er Jahren hatten mich zusätzlich angespornt. Heute, nach 30 Jahren recabic-Praxis, steht fest, was alles möglich ist. Und es steht auch fest, warum sich die erstaunlichen Ergebnisse immer wieder bestätigen. Es ist die Leichtigkeit der Bewegung und vor allem: Die Übungen motivieren ein Leben lang.

Robert Ley