Ein Europäer entdeckt das Fitnessprogramm einer alten Hochkultur

Die phänomenale Wirkung des dynamischen Trainings mit den schwingenden Bambuszweigen blieb über Jahrhunderte das Geheimnis von Aristokraten, Kriegern und Tänzerinnen der Insel Bali. Täglich huldigten sie, im Anblick des Berges Gunung-Agung, den Göttern und der Natur. Dieses „Gebet“ war, bei genauem Hinsehen, nichts anderes als ein kluges Fitnessprogramm für die Jüngeren und ein geniales Anti-Aging Programm für die Älteren. Es wäre wohl für unseren Kulturkreis ein ewiges Geheimnis geblieben, hätte Dirk Schmid-Dincklage nicht ein halbes Jahr in einem Tempelbezirk am Berg Gunung-Agung verbracht.

Die richtige Idee

Schmidt-Dincklage war begeistert und er hatte die richtige Idee. Er erkannte die ideale Basis eines einfachen Fitness- und Gesundheitsprogramms für die Wohlstandgesellschaften der westlichen Welt. Nach seiner Rückkehr entwickelte er zu Beginn der 1950er Jahre ein spezielles Gerät und seine damals sehr bekannten Übungen. Mediziner waren von der Wirkung angetan und empfahlen das Programm ihren Patienten. Dies zeigten Stellungnahmen zahlreicher Ärzte und Sportwissenschaftler aus den 1950er und 1960er Jahren. Darunter waren Kapazitäten wie Prof. Dr. Knipping, Prof. Dr. Hahnebuth,  Prof. Dr. Mellerowitz und Prof. Dr. Carl Diem. Nach Dirk Schmidt-Dincklages Tod im Jahr 1975 verlor das Programm seinen Mentor. Es war schon weitgehend in Vergessenheit geraten, als ich es 1978 kennen lernte.