Georg Müller / chronische Kniebeschwerden

1987 spielte ich in der Oberliga bei Saar 05 Saarbrücken. Wegen eines Knorpelschadens und eines kaputten Meniskus wurde ich mit 25 Jahren am Knie operiert. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt mitten im Sportstudium befand und mein Geld mit Fußball verdiente, war klar, dass ich so schnell wie möglich wieder fit werden musste. Es folgte die Reha mit Krankengymnas-tik und speziellen Kraftübungen.


Leider konnte ich danach mit dem Zustand meines Knies nicht zufrieden sein, weil immer wieder heftige Beschwerden (Ergüsse) auftraten. Sowohl die Durchführung als auch die Finanzierung meines Sportstudiums waren gefährdet. Unser Orthopäde empfahl mir eine Spritzen-Therapie für den Knorpelaufbau.
Zu diesem Zeitpunkt lernte ich das recabic-Training des Sportlehrer Robert Ley kennen. Unser Trainer Frank Holzer hatte ihn als Fitness-Coach für die Vorbereitung der Saison 1988 engagiert.
Die optimale Lösung meines Problems.

Ich erzählte Robert Ley von der Knorpel-Kur, worauf er mir einen Artikel des Heidelberger Sportmediziners Dr. Sommer in die Hand drückte. Nach der Lektüre rückte ich von der Spritzentherapie ab. Wie die gesamte Mannschaft begann ich mit dem recabic-Programm. Aus der einmaligen Saisonvorbereitung entwickelte sich eine langjährige Zusammenarbeit, von der einige ebenfalls verletzungsanfällige Kollegen, auch enorm profitiert haben. Ich selbst konnte noch vier Jahre lang weiterspielen und mein Sportsstudium abschließen.
Einfach und effizient   

Es begann damit, dass die Mannschaft von SV Saar 05 von Robert Ley mit recabic-Training vertraut gemacht wurde. Was zunächst wie ein kinderleichtes, altmodisches Training daher- kam, war für mich bald unersetzlich, weil ich meine Fußballkarriere um einige Jahre verlängern konnte. Schon nach kurzer Zeit machten sich die ersten positiven Wirkungen bemerkbar: Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit und mehr Stabilität und weniger Reizergüsse im angeschlagenen Knie.

 
Robert Ley erstellte einen extra auf meine Beschwerden abgestimmten Plan, mit dem ich rund ein viertel Jahr intensiv arbeitete. Und jetzt waren die Verbesserungen augenscheinlich. Fast keine Reizergüsse mehr, ein auch mehrmals in der Woche belastbares Knie und deutlich weniger Ruheschmerzen zeigten, dass das Training, das ich fast täglich 15 Minuten durchführte, genau das Richtige war. Die langsam gesteigerte Belastung verkraftete mein Knie hervorragend.
Die Ergebnisse auf verschiedenen Ebenen.

Neben der Finanzierung und Weiterführung meines Sportstudiums, war das rein sportliche Ergebnis besonders bemerkenswert. Als schlacksiger, technisch starker Spieler hatte ich, trotz des vielseitigen und intensiven Belastung im Sportstudium und trotz des Trainings, drei- bis fünfmal pro Woche, körperliche Schwächen und Mängel, die mich ärgerten.


Das änderte und verbesserte sich kontinuierlich durch recabic-Training, das einen weiteren  Vorteil hatte. Die 10-15 Minuten konnte man beliebig vor, während oder nach dem Fußball-training, allein oder in der Gruppe, einbauen. Das war einfach, bequem und zeitsparend, so wie es richtige Fußballer halt lieben.
Meine Beweglichkeit und Aktionsschnelligkeit und vor allem die Erholungsfähigkeit hatten sich stark verbessert. Geborene Fußballer hatten schon immer das „Spiel-Gen“ und nicht das „Arbeits-Gen“. Vor der Konditionsarbeit wollen sie sich am liebsten drücken, wo sie nur können. Das ist beim recabic-Training anders. Es motiviert, weil es einfach, zeitsparend und gleichzeitig so wirksam ist.

Georg Müller, Saarbrücken 2007