Ferdi Schwartz / chronische Schulterbeschwerden

1987 spielte ich mit 24 Jahren bereits vier Jahre als Torhütern in der damals höchsten Amateurklasse, Oberliga Südwest. Die Trainingsbelastung war hoch. Vier harte Einheiten pro Woche plus Spezialtraining plus Wettkampf ergaben eine hohe Belastung, besonders für den Schultergürtel. Immer häufiger traten Schmerzen in den Schultergelenken auf. Die Beschwerden äußerten sich zunächst als Bewegungsschmerzen und zunehmend als Bewegungseinschränkungen, die so groß wurden, dass schnelle Reaktionen teilweise nicht mehr möglich waren. Hinzu kamen Ruheschmerzen, die sogar das Schlafen zur Qual machten.

In dieser Phase unterzog ich mich zahlreichen Therapiemaßnahmen. Die Spritzentherapien von Orthopäden waren ebenso erfolglos, wie nachfolgende Behandlungen durch Heilpraktiker und Physiotherapeuten.

Ich wollte schon aufgeben.
Ich war zwar erst 24 Jahre alt, aber ich dachte ans Aufgeben. Doch dann bekam ich einen Tipp von meinem Trainer Frank Holzer (Saar 05 Saarbrücken). Ich sollte es mal mit recabic-Training versuchen. Gerade lief ein Kursangebot der Stadtverwaltung Saarbrücken und ich konnte gleich einsteigen.
Ich erzählte dem Kursleiter Robert Ley von meinen Problemen. Der schlug vor, meine Situation einmal genau zu analysieren. Nicht die schmerzhaften Symptome sollten direkt  angegangen werden (wie bisher), sondern die möglichen Ursachen sollten gefunden werden.
Nach Analyse meiner Lebensgewohnheiten wurde meine Ernährung kritisch bewertet. Robert Ley schlug vor, parallel zum recabic-Training, meine Ernährung ein wenig umzustellen. Nach all den vergeblichen Versuchen, war dieser Ansatz ein Strohhalm, an dem ich mich aus purer Verzweiflung festgehalten habe. Mein erstes Ziel war, wieder schmerzfrei schlafen und mich wieder ohne Schmerzen bewegen zu können. Ein weiteres Ziel war natürlich, wieder erfolgreich im Fußballtor zu spielen.   
Die Umstellung auf Vollwerternährung und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von tierischem Eiweiß und Fett sowie Zucker zeigte bereits nach vier bis sechs Wochen Erfolg. Gleichzeitig konnte ich die ersten Übungen mit gering dosierter Belastung durchführen. Ich war erstaunt und begeistert, wie leicht und problemlos ich die Schultergelenke wieder belasten konnte. Nun war ich in der Lage, die stark zurückgebildeten Muskeln im gesamten Schultergürtel und am Rumpf wieder systematisch aufzubauen. Dabei lernte ich die recabic-Übungen kennen und schätzen. Ich hatte unverhofft die für mich ideale Form eines einfachen und dennoch umfassend wirkenden Regenerations- und Aufbautrainings gefunden.
Mehr noch, durch das regelmäßige Training erreichte ich nicht nur dauerhafte Schmerzfreiheit der Schultergelenke mit einer für mich neuen Qualität an Stabilität und Beweglichkeit. Mein allgemeiner Trainingszustand wurde spür- und sichtbar ständig besser.
Der gesamte Bewegungsapparat, besonders Schultergürtel, Rumpf und die großen Gelenke erhielten in der Leistungs- und Belastungsfähigkeit eine neue Qualität. Das alles sorgte dafür,  dass ich nicht nur eine völlige Genesung meiner Schultergelenke erleben durfte, sondern einen ebenso anhaltenden, ausgezeichneten Fitness- und Gesundheitszustand.

Fitness und hohe Belastbarkeit im Sport.
Wirklich erstaunlich und für mich einzigartig, sind die „Nebenwirkungen“ von recabic-Training. Nach meinen nun fast 20jährigen Erfahrungen ist es gleichzeitig das perfekte Fitness- und Gesundheitsprogramm.
Meine Begeisterung führte 1987 auch dazu, das unser Trainer Frank Holzer, Robert Ley kurz entschlossen als Fitness-Coach in die Saisonvorbereitung von Saar 05 eingebunden hat.                                                                                                            
Davon sollten, wie sich herausstellte, weitere Spieler profitieren. Und für mich war gewährleistet, dass ich das Programm noch besser kennen lernen konnte.
Das ganze Potential von recabic-Training habe ich in den folgenden Jahren am eigenen Körper erlebt und durch die Wirkung bei meinen Mitspielern erkannt.
Die erste Überraschung geschah schon während der Saisonvorbereitung. Während den für mich als Torwart besonders harten Wochen, ich musste alle Tempoläufe der Feldspieler mitmachen, merkte ich, dass ich auch nach dem fünften 200 Lauf noch mit mithalten konnte. Das war früher nicht so. Noch besser, ich erholte mich sogar schneller als viele  Feldspieler. Die enorme Auswirkung auf meine Atmung war verblüffend.
Das Programm wurde während der ganzen Saison in das Training integriert und über mehrere Jahre beibehalten. Auch andere Spieler hatten auf Jahre hinaus sehr gute Ergebnisse.

Fitness und hohe Belastbarkeit im Job.
Was für mich jedoch noch wichtiger werden sollte und mich bis heute motiviert und begeistert, ist die Tatsache, dass recabic-Training eine wertvolle Hilfe bei der Bewältigung meiner sehr stressigen beruflichen Karriere war und weiterhin ist.  
Als Leiter des Außendienstes eines Pharmaunternehmens bin ich pro Woche 50-60 Stunden im Job, davon sehr oft bundesweit im Auto unterwegs. Die körperliche und geistig-seelische Belastung ist entsprechend hoch. Sie hat mich jedoch, im Gegensatz zu vielen Kollegen in ähnlicher Position, bis heute nicht ein einziges Mal umgeworfen. Das tägliche Training, problemlos überall in 15 Minuten durchzuführen, regeneriert und stabilisiert alle Fähigkeiten, die physisch und psychisch für diesen Job notwendig sind. Auch das Joggen, das ich mir in unregelmäßigen Abständen gönne, fällt dadurch leicht.

Welche enorme Fitness-Wirkung recabic-Training tatsächlich hat, ist mir erst so richtig klar geworden, als ich, aufgrund einer Torwartmisere in meinem früheren Club SV Elversberg (alle drei Torleute verletzt), innerhalb weniger Tage einspringen musste. Ich hatte seit Jahren nicht mehr gespielt, geschweige denn ein hartes Torwarttraining absolviert. Immerhin handelte es sich um ein wichtiges Meisterschaftsspiel der Regionalliga Südwest und der Vereinsboss war gleichzeitig Vorstand des Pharmaunternehmens, in dem ich tätig bin.
Ich will es kurz machen. Mit Ende 30 und nach über 6 Jahren Wettkampfpause habe ich ein gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat gewonnen und ich war, laut Zeitungskritik, der „Matchwiner“. Wer das Torwartspiel kennt, weiß, was das bedeutet. Beweglichkeit, Reaktion, Sprungkraft, Koordination und Konzentration waren noch da. Und noch etwas war erstaunlich. Hinterher hatte ich kaum Muskelkater.
Als Sportfreak wüsste ich keine anderes Programm, das eine so umfassende Fitness mit so wenig Aufwand garantiert.
An dieser Stelle kann ich mich bei Robert Ley bedanken. Er hat mir in einer fast aussichts- losen Lage gezeigt, wie ich meinen Leistungssport mit Erfolg weiter betreiben konnte und mich gleichzeitig gelehrt, wie ich bis zum heutigen Tag, immerhin bereits 20 Jahre, leistungsfähig, kerngesund und motiviert leben und arbeiten kann.

Ferdi Schwartz, Eschringen 2007
Außendienstleiter Pharma Unternehmen
recabic-Trainer